Vielleicht haben Sie auch schon einmal überlegt, den Anbieter Ihrer Stromversorgung zu wechseln, haben sich aber von Bedenken abbringen lassen. Diese sind jedoch unbegründet, da nicht einmal der worst-case, also der Ausfall der Stromversorgung in Ihrem Zuhause, eintreten kann. Ihr regionaler Grundversorger ist nämlich gesetzlich dazu verpflichtet, Sie mit Strom so lange zu versorgen, bis Sie ihn vom neuen Anbieter beziehen. Diese Verordnung nennt sich das Gesetz der nahtlosen Stromversorgung, das immer dann in Kraft tritt, wenn ihr neuer Anbieter die Stromlieferung generell nicht erbringen kann oder die Lieferung sich verzögert. Sie sollten allerdings wissen, dass Sie in diesen Fällen in die Grundversorgung mit Strom fallen und auch die entsprechenden allgemeinen Strompreise dafür zahlen müssen. Sollten Sie befürchten, dass Sie zusätzliche Gebühren oder Unkosten tragen müssen, kann nicht eintreten.

Aufgrund der fortschreitenden Technisierung des Kündigungsprozesses beim Stromanbieter, sind Risiken weitgehend ausgeschlossen bzw. sollten sie doch eintreten, rasch und einfach zu lösen. Die Gründe wenn Ihr neuer Stromanbieter nicht zum gewünschten Termin liefert, können darin liegen, dass Sie vielleicht noch vertraglich an den alten Vertrag gebunden sind oder aber, dass der Netzbetreiber nicht schnell genug auf die Anfrage Ihres Neuanbieters reagiert hatRisiken beim Stromanbieter wechseln. Sollten Sie nach dem Wechsel des Stromanbieters auch nach sechs bis zehn Wochen noch immer keine Lieferung bzw. Versorgung erhalten, sollten Sie eine Frist setzen, innerhalb derer die Stromlieferung eingesetzt haben muss. Sonst haben Sie das Recht, nach Fristablauf den Vertrag zu kündigen und sich nach einem neuen günstigen Tarif umzusehen.

Wichtig ist, dass Sie bei der Kündigung Ihres alten Stromlieferanten entsprechende Vorgaben wie Kündigungsfrist und Mindestvertragslaufzeit einhalten. Lesen Sie sich deshalb vorher noch den bestehenden Vertrag gut durch und achten Sie auf jedes Detail. Vor allem sollten Sie überprüfen, ob Sie vielleicht einen Sondertarif beim Strompreis erhalten haben oder aber bereits einmal den Stromanbieter gewechselt haben. Denn in diesen Fällen könnten eventuell andere Kündigungsfristen gelten, die den Neuversorger in der Belieferung hemmen.

Wie in so vielen anderen Bereichen des Alltags ist auch die wechselseitige Kommunikation der Parteien manchmal ein Risiko. Denn auch wenn meist der neue Stromanbieter Ihre Wechselformalitäten übernimmt, die auch die Kündigung beim bestehenden Versorger umfassen sollte, kann es hier zu Problemen kommen. Wenn Sie lieber selbst beim aktuellen Anbieter kündigen, gehen Sie auf Nummer Sicher, dass dieser auch über das Ende der vertraglichen Beziehung informiert ist. Allerdings müssen Sie über diesen Schritt natürlich den neuen Stromversorger informieren, sonst kommt es erst recht zu Missverständnissen und oftmals zu Komplikationen, die nicht notwendig sind und Zeit und Nerven kosten.Stellen Sie nach dem Wechsel Ihres Stromanbieters öfter mal einen Stromausfall fest, so liegt das nicht daran, dass Sie gewechselt haben. Meist liegen hier Fehler in den Umspannwerken oder einem Trafo zugrunde, die vom Netzbetreiber meist rasch und effektiv behoben werden können. Grundsätzlich muss man sagen, dass die Gefahr eines Stromausfalles nach dem Anbieterwechsel eher sehr gering ausfällt. Deshalb sollten Sie sich aus solchen Bedenken heraus niemals von einem Stromanbieterwechsel abhalten lassen und den Vorteil des Kostenfaktors über Ihre Ängste hinsichtlich einer Nichtstromversorgung stellen.