Es liegt auf der Hand, dass gerade bei Umzügen oder Wohnortswechsel viele Formalitäten und einige Behördenwege zu erledigen sind. Dazu zählt auch, dass Sie sich um die Stromversorgung in Ihrem neuen Zuhause kümmern müssen. Was Sie hier beachten müssen, hängt unter anderem davon ab, ob Sie bereits wissen, welchen Anbieter Sie dort haben möchten. Wenn Sie einfach einziehen ohne sich um den Stromwechsel gekümmert zu haben, werden Sie vermutlich die erste Zeit mit der Grundversorgung beliefert. Diese können Sie aber jederzeit mit einer Kündigungsfrist von zwei Wochen jeweils zum Monatsende kündigen. Achten Sie in diesem Zusammenhang darauf, ob Ihr neuer Stromanbieter vielleicht die günstigen Tarife sogar für einige Zeit rückwirkend anbietet bzw. verrechnet. Dann könnten Sie die Differenz zur Grundversorgung wieder retour erhalten und die Mehrbelastung für die erste Zeit ist nicht ganz so hoch.Stromanbieter wechseln bei Umzug

Wenn Sie sich für einen Anbieterwechsel entscheiden, sollten Sie im Vorfeld natürlich die Tarife der Anbieter genau überprüfen. Dazu benötigen Sie nur Ihre aktuellen Zählerstände bzw. Ihren durchschnittlichen Verbrauch. Bevor Sie am besten online die Tarife vergleichen, sollten Sie jedoch die Gegebenheiten der neuen Wohnung oder des Hauses berücksichtigen. Wenn Sie dort etwa neue Elektrogeräte im Einsatz haben, die möglicherweise energiesparender sind als die derzeitigen, können Sie von einem niedrigeren Verbrauch ausgehen. Auch wenn zum Beispiel das Warmwasser mittels Durchlauferhitzer anstatt im Boiler erhitzt wird, ändert sich Ihr Energieverbrauch. Nur mit passenden Zahlen, die der Realität entsprechen, macht es Sinn, einen Vergleichsrechner zu nutzen um den günstigsten Strompreis für Ihre Ansprüche heraus zu finden.

Grundsätzlich ist ein Umzug ein perfekter Zeitpunkt um den Stromanbieter zu wechseln. Wenn Sie jedoch bei Ihrem alten Versorger bleiben möchten, sollten Sie diesen ungefähr sechs Wochen vorher über Ihren Wohnortwechsel informieren, um die nahtlose Weiterversorgung in Ihrem neuen Zuhause zu gewährleisten. Wurden Sie bis dato von einem alternativen Stromanbieter versorgt, sollten Sie sich die AGB in Ihrem Vertrag genau durchlesen. Denn dort finden Sie unter dem Punkt Umzugsklausel genaue Details wie sich Ihr Stromanbieter im Falle eines Umzuges verhält. Meistens können Sie ein Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen. Wenn Sie allerdings innerhalb des Netzgebietes Ihre Adresse wechseln, bestehen einige Anbieter darauf, den Vertrag weiter aufrecht zu erhalten. Bei Sonderverträgen gibt es auch die Option, dass Ihr Umzug ohnehin als vertragsauflösende Bedingung gewertet wird und somit der Vertrag damit aufgelöst wird.

Wenn Sie gleichzeitig zu Ihrem Umzug auch den Stromanbieterwechsel im Sinn haben, sollten Sie dazu einige Vorkehrungen treffen. Am besten informieren Sie Ihren bestehenden Anbieter ungefähr zwei Monate vor Ihrem Auszug, um in Ihrem neuen Zuhause sofort Strom zur Verfügung zu haben. Klären Sie dabei auch gleich, ob sich der neue Anbieter, für den Sie sich entschieden haben, eventuell um die Kündigung des alten Vertrages kümmert oder ob Sie das erledigen müssen. Was Sie unbedingt tun müssen, ist die Zählerstände ablesen und diese gut notieren. Vergleichen Sie diese mit den Zahlen in der Endabrechnung Ihres alten Anbieters und machen Sie gegebenenfalls auf Unstimmigkeiten aufmerksam, die zu Ihren Ungunsten ausfallen und teuer werden können.